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Sonntag, 4. November 2012

Lieblingsdisziplin - Teil x

Frau huscha taucht heute auch mal wieder auf... Ich habe mich ja wirklich ein Wenig rar gemacht, die letzte Zeit!
Dabei hatte ich mich so sehr vor - upps - fast schon 2 Wochen über Eure vielen wundervollen Kommentare zu meinem neuen Shirt gefreut. Danke, Danke, Danke! Da wollte ich gleich so beflügelt weitermachen und meine Garderobe weiter aufstocken...
Aber irgendwie rinnt mir die Zeit durch die Finger und ein Großteil meiner kreativen Energie steckt gerade einfach in meinem Hauptjob: nämlich als unserer eigenen Architektin. So für einen selbst fließt doch noch mal ein Vielfaches an Gedanken in so ein Projekt, als es eh schon sonst immer der Fall ist! Und die Tage fliegen nur so vorbei..

Trotzdem gönne ich mir immer mal ein paar Päuschen an der Nähmaschine. Das brauche ich einfach und so konnte ich immerhin ein paar Geschenke fertig bekommen.

Eins zeige ich Euch heute - nämlich den diesjährigen Geburtstagspulli für meinen Papa.
Ihr wisst ja: Lieblingsdisziplin! Auf diese Teile freue ich mich schon Monate vorher und sammle das ganze Jahr über Gedanken und Material dafür.


So war eigentlich auch ganz klar, wie der Pulli aussehen wird... Der Stoff fiel mir im Lieblingsstoffverkauf in die Hände und schrie sofort nach Pulli für Papa, auch die Stickdatei war ganz klar für einen alten Philatelisten: Die sehr schönen Briefmarken von Nette.
Ich habe allerdings das Motiv noch etwas verändert und die etwas abstrahierten Enkelkinder untergebracht.
Besonders praktisch: auf der Briefmarke lies sich auch wunderbar das Alter als Postwertzeichen unterbringen! Leider ist das auf den Fotos etwas schwer zu erkennen...



Die Ärmel "musste" ich leider patchen... Warum auch immer hatte ich zu wenig vom gestreiften Sweatshirtstoff... Aber so im Nachhinein bin ich sehr froh drum. Es wäre sonst ganz schön gestreift und auch ein bisschen langweilig gewesen...


An den Ärmeln und am Bund konnte ich wunderbar die Bündchen eines alten Strickpullis meines Mannes verwenden. Sie hatten die perfekte Farbe und machen den ganzen Pulli etwas feiner, wie ich finde.
(Und für mich war es mal wieder die Bestätigung, dass es sich lohnt, alles, aber auch wirklich alles aufzuheben, weil man es ja mal brauchen könnte... hüstel..)


Schnitt T-Shirt: Föhr von farbenmix

Die letzten 4 Tage war ich dann also mit den Kindern auf Heimaturlaub mit einer geballten Ladung Familie und so durfte ich das Geburtstagskind auch gleich ganz live mit seinem neuen Pulli bewundern.
Mich hat es wahnsinnig gefreut, dass sich mein Papa so über den Pulli gefreut hat!



Euch allen einen guten Start in die Woche und viele liebe Grüße
Eure Hanna


PS: ach ja, und dann war da noch meine Tante aus dem fernen Amerika angereist, damit sich endlich einer erbarmt und mir das Stricken beibringt! Ein erstes Probebündchen habe ich doch tatsächlich in dem ganzen Trubel geschafft und nun hoffe ich, dass ich nicht alles vergessen habe, bis ich mal hier die Zeit finde, an ein kleines Projekt zu gehen! Amerika ist so weit weg...

Sonntag, 13. Mai 2012

Nähschulden - die geheimen

Eigentlich schon fast ein alter Hut, aber immer noch nicht gebloggt...

Mit Antje/allerlei IDEEN verbindet mich nun schon eine über 30-jährige Freundschaft. Was im Sandkasten begann, ist nun die Patentante meines Kleinen.
Eine lange Zeit, in der wir natürlich auf sehr viele gemeinsame Erinnerungen zurückblicken...

Eine wurde vor nicht allzulanger Zeit aufgefrischt. Als ich bei unserem letzten Besuch durch ihre eben ausgemisteten Kleidersäcke nach brauchbarem Recyclingmaterial wühlen durfte, fiel mir ein T-Shirt in die Hände, das mir nur allzu bekannt war!
Es stammt von unserem ersten gemeinsamen Schüleraustausch nach Frankreich. Gut 20 Jahre ist es her.
Es ist von einer damals total angesagten französischen Marke. Antje hatte das Glück, dass die Familie Ihrer Austauschschülerin einen Laden hatte, wo die Shirts verkauft wurden und hatte eins von ihr bekommen.

Ein echtes Objekt der Begierde also, das sie - wie sie nun sagte - nur schweren Herzens aussortiert hat. Aber der Schnitt ging wirklich GAR nicht mehr!

Ich hab es mal eingepackt und zum Glück noch jede Menge Lieblingsjersey rumliegen gehabt, der farblich passte, als sei er dafür gekauft.

Jetzt ist das Shirt wieder gerüstet für die nächsten 20 Jahre. Mal schauen, ob es noch mal so lange durchhält...







Schnitt Shirt: Joana von farbenmix

Das gedruckte Rosenmotiv und das mit Rüschengummi hinterlegte Label am Arm sind die Reste des alten Shirts, ergänzt um viele weitere plastische Stoffrosen und Bündchen in altrosa.

Liebe Grüße und noch einen wunderschönen Restmuttertag von
Hanna


Mittwoch, 16. November 2011

Me Made Mittwoch: Freestyle-Rock

Puhhh, gerade noch geschafft heute! Ich hatte es mir so fest vorgenommen, aber irgendwie wurde es nun doch knapp... Letzte Woche war der Junior krank und diese Woche war mal wieder viel sonst los. Heute habe ich mir also einen Tag gegönnt und ein lange geplantes Projekt genäht, einen Freestyle-Rock.
Ich habe seit Monaten bei Euch die toll verwerteten Jeanshosen bewundert und da ich hier auch einen Stapel liegen habe, wollte ich da endlich mal ran.
Für mich gibt es also heute einen Walkrock mit Details aus einer alten Jeans des Liebsten (sieht man am Herz. Klaro, oder??)


Den Schnitt habe ich selbstgebastelt und die Jeansdetails Stück für Stück ausgeschnitten und aufgenäht, bis es gefallen hat. Völliger Freestyle. Und wieder hat es unheimlich viel Spaß gemacht!


Jedenfalls bis.... ich mit meiner Maschine über eine unbedingt erhalteswerte Niete genäht habe und mir offensichtlich den Greifer geschrottet habe... Arghhhh!
Insofern kann ich mich heute nicht 100% über den Rock freuen...
Obendrein ist das Bündchen auch ein bisschen zu weit geraten. Das habe ich vom Stoffmarkt, bin aber nicht zufrieden. Das dehnt sich und dehnt sich und hat eigentlich gar keinen Halt...
Ich werde also noch mal auftrennen, ein Stück Weite vom Rock und viel Weite vom Bündchen rausnehmen. Außerdem muss das Bündchen abgesteppt werden, damit es sich nicht so beult. Das schafft nur leider die alte Nähmaschine meiner Mutter nicht, die ich heute Abend wieder aktiviert habe.

Aber hey! Es ist Mittwoch und noch 20 min vor Mitternacht und ich habe fertige Fotos. Das hätte ich heute Mittag nicht mehr geglaubt...



Schnitt Rock: selbstgemacht

Heute lese ich wohl nicht mehr bei Euch. Aber morgen!
Und alle, die auch noch mehr Selbstgenähtes wollen, finden die MeMade-Mädels nun hier bei Cats neuem Treffpunkt.

Euch allen eine gute Nacht und liebe Grüße von
Hanna

Samstag, 14. Mai 2011

Nachtrag zur Uroma-Kollektion

Meine Oma hatte nicht nur kleine Urenkelinnen, sondern auch zwei große Urenkel, die in meinem gestrigen Post etwas zu kurz gekommen sind…

Sie sind nur einfach nicht mehr in dem Alter für verspielte Shirts, sondern eher für die coole Version zu haben.

Natürlich sollten aber auch sie eine Erinnerung an die Urgroßmutter bekommen. Dazu habe ich mal wieder alte Shirts vom Liebsten recycelt und aus den Resten des gepunkteten Nachthemdes Applikationen drauf gemacht.
Für den Ältesten mit Stern und beim Jüngeren hat sich noch ein Krokodil der Inkognitiere drauf schleichen können.




Liebe Grüße von
Hanna

Freitag, 13. Mai 2011

Uroma-Reloaded-Kollektion

Heute zeige ich Euch ein Herzensprojekt, das ich hier schon mal erwähnt hatte. Nicht ganz frisch, aber aus aktuellem Anlass, nämlich dem theoretisch 100. Geburtstag meiner Oma, den sie zwar leider nicht mehr erlebt hat, den wir hier aber trotzdem in fröhlicher Runde am Wochenende gefeiert haben.

Als sie vor knapp 2 Jahren starb und wir im Anschluss die Wohnung räumen mussten, mussten wir uns von so vielen Sachen trennen. Die wertvollen und besonderen Sachen wurden natürlich in der Familie verteilt, aber was macht man mit all dem Rest?
Einiges ist in die Verkleidungskisten der Urenkel gewandert, vieles haben wir verschenkt, leider auch vieles weggeschmissen. Aber manches brachte ich einfach nicht übers Herz: z.B. 2 hübsche Nachthemden, die sie die Tage vor ihrem Tod während ich bei ihr war getragen hatte und einen tollen original-70er-Jahre-Retro-Küchenvorhang, der eine absolute Kindheitserinnerung von mir ist.

Ich hab die Sachen also mit nach Hause genommen, aber irgendwie war schnell klar, dass ich sie in ihrer ursprünglichen Verwendung wohl eher doch nicht benutzen werde, in einer Kiste aber auch nicht vergammeln lassen wollte.
So reifte langsam die Idee, beherzt zur Schere zu greifen und Neues für die Urenkel draus zu nähen, um so meine Oma ein Stückchen weiterleben zu lassen.
Das war aber ein Projekt, das Zeit brauchte. Ich konnte es emotional nicht gleich und auch die Idee musste erst noch wachsen. Und vor ziemlich genau einem Jahr zu ihrem Geburtstag, habe ich mich an die Arbeit gemacht.

Leider gibt’s kein Foto vom Ausgangsmaterial, also hier eine kurze Beschreibung:
Nachthemd 1: hellblau mit weißen Punkten und Knopfleiste vorne
Nachthemd 2: weiß mit kleinen rot-blauen Blümchen und roten Häkelborten an den Säumen (das wurde allerdings schon weitgehend als Faschingskostüm für den alljährlichen Hemdklunkerle-Umzug der KiTa verarbeitet und nur die Reste sind hier eingeflossen)
Küchenvorhang: blau-weiß kariert mit roten Blümchen

Dazu kaufte ich hellblauen und rot-gepunkteten Jersey, jede Menge rote Spitzen, Borten, Litzen, Schrägbänder, Häkelblümchen und ein paar Frl. Letterschmings und fing an.

Nach etlichen Stunden und viel Freude daran, kam diese wunderschöne Kollektion heraus:








Für meine Tochter gab‘s noch passende Leggings und ein Stirnband dazu.  




Und für den Junior, der damals noch ein kleines Überraschungspaket im Bauch war, nähte ich sicherheitshalber ein Kuscheltier nach dem tollen Tutorial von Revoluzzza.



Die Kinder haben sich alle wahnsinnig drüber gefreut und die Sachen sehr viel getragen.

Und das Tollste: als am Samstag die Verwandten ankamen, hatten alle Mädels die Kleider an und so konnte ich tatsächlich noch Fotos mit (fast) allen zusammen machen. Die Jüngste hatte nicht so Lust aufs gemeinsame Bild und die Älteste war leider nicht dabei.






Liebe Grüße von
Hanna

Dienstag, 5. April 2011

Rosa-Verbot!

Eine alte Schulfreundin hat vor kurzem ein kleines Mädchen zur Welt gebracht. Herzlichen Glückwunsch noch mal, Du Liebe!
Wenige Tage vor der Geburt erklärte sie mir am Telefon, wie albern doch rosa Babyklamotten seien und dass man wunderbar auch kleine Mädchen in anderen Farben kleiden kann. Klar, in hellblau zum Beispiel!





Ein bisschen schmunzeln musste ich ja dabei... Da sitzt noch so eine ganz leise ungefähr fünf Jahre alte Erinnerung, die mich auch so reden ließ... Aber wie schon neulich hier erwähnt: ich lerne von meiner Tochter!

Der Retro-Stoff ist übrigens der Rest des Küchenvorhangs aus dem Nachlass meiner Oma, den ich letzten Sommer mit 2 ebenfalls geretteten Nachthemden zu einer kleinen Kollektion für die Urenkel verarbeitet habe. Das zeige ich Euch demnächst mal, wenn es grad nix Neues gibt.

Liebe Grüße von
Hanna